Twynko startet bald 🚀 Sichere dir jetzt den Frühzugang.

Frühzugang sichern

Linksammlung in der Bio, eigene Seite oder gar nichts

· zuletzt geprüft am 17. August 2026

Kurz beantwortet

Instagram lässt bis zu fünf Links im Profil zu, sichtbar ist davon aber nur der erste. Für den Rest gibt es vier Wege: die nativen Links von Instagram, ein fremder Linksammlungs-Dienst, eine eigene Seite mit derselben Liste oder gar keine Sammlung. Eine Sammlung lohnt sich, wenn dein Profil dauerhaft mehr Ziele anbieten muss, als die fünf Plätze fassen. Geht es meistens um ein Angebot aus einem einzelnen Beitrag, ist sie ein Umweg.

Anklickbare Links gibt es auf Instagram nur an einer Stelle, nämlich in deinem Profil. Dort hast du seit 2023 Platz für bis zu fünf Links. Direkt sichtbar ist davon aber nur der erste, alle weiteren erscheinen erst nach einem Tipp auf “Weitere Links”. Wer mehr als ein Ziel hat, und das haben die meisten, muss also weiterhin entscheiden, was den sichtbaren Platz bekommt. Vier Wege sind üblich, und alle vier sind je nach Konto vernünftig.

Die nativen Links von Instagram sind der naheliegendste Weg: bis zu fünf Ziele, direkt im Profil gepflegt, kein fremder Dienst, keine zusätzliche Seite, nichts, was eines Tages zumachen kann.

Beim fremden Linksammlungs-Dienst zeigt der erste Link auf eine schlichte Seite, dort stehen alle Ziele untereinander. Aus diesem Bedarf ist eine ganze Dienstleistungskategorie entstanden. Eingerichtet in fünf Minuten, meist kostenlos in der Grundversion.

Eine eigene Seite zeigt dieselbe Liste, nur auf deiner eigenen Adresse. Etwas mehr Aufwand am Anfang, dafür gehört sie dir.

Und wer gar keine Sammlung anlegt, hat ein festes Ziel im Profil und lässt alles Aktuelle über die Kommentare in die DMs laufen.

Welcher der vier passt, hängt an zwei Fragen: Hat dein Profil dauerhaft mehrere Ziele, und sind es mehr, als die fünf Plätze fassen? Geht es dagegen meistens um eine Sache aus einem einzelnen Beitrag, ist jede Sammlung ein Umweg. Der Rest dieses Beitrags geht die Wege der Reihe nach durch.

Wann eine Linksammlung genau richtig ist

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Es gibt gute Gründe für so eine Seite.

Wenn dein Profil dauerhaft mehr Ziele anbieten muss, als die fünf Plätze fassen. Ein Musiker mit Konzertterminen, mehreren Streaming-Diensten, Merch-Shop und Presseanfragen kommt mit fünf Zeilen nicht hin und braucht eine Übersicht. Es gibt kein einzelnes richtiges Ziel.

Wenn Leute dich direkt suchen. Wer deinen Namen gehört hat und dein Profil aufruft, kommt ohne Vorgeschichte. Für den ist eine Übersicht hilfreich, weil er noch gar nicht weiß, was es bei dir gibt.

Wenn du keine Website hast. Dann ist die Sammlung faktisch deine kleinste mögliche Website, und das ist besser als gar nichts.

Für alles Dauerhafte. Impressum, Kontakt, Öffnungszeiten, Shop. Sachen, die nicht an einem Beitrag hängen und immer gelten.

Wann sie der falsche Weg ist

Genauso klar die Gegenseite. Eine Linksammlung ist der falsche Ort, sobald es um genau ein Angebot geht.

Du hast im Reel einen Guide versprochen. Dann soll die Person den Guide bekommen, nicht eine Seite mit acht Möglichkeiten, von denen eine der Guide ist.

Sie ist auch der falsche Ort, wenn der Beitrag zeitlich begrenzt ist. Eine Aktion, die Freitag endet, gehört nicht in eine Liste, die du danach wieder aufräumen musst.

Und sie ist der falsche Ort, wenn du wissen willst, wer da eigentlich getippt hat. Dieser letzte Punkt wiegt am schwersten.

Was diese Lösung dich kostet

Der Preis steht nicht auf der Rechnung, sondern in der Absprungrate.

Vorher musste jemand vom Beitrag ins Profil und von dort auf den Link. Jetzt kommt eine Station dazu, denn auf der Zwischenseite muss die Person aus einer Liste den richtigen Eintrag heraussuchen.

Das gilt abgeschwächt auch für die nativen Links: Ziel Nummer zwei bis fünf liegt hinter “Weitere Links”, also ebenfalls hinter einem zusätzlichen Tipp. Der Unterschied ist, dass dieser Tipp im Profil passiert und nicht auf einer fremden Seite.

Das klingt nach nichts. Es ist aber eine zusätzliche Entscheidung an einer Stelle, an der die Aufmerksamkeit ohnehin schon bröckelt. Wer gerade aus einem Reel kommt, ist nicht in Entscheidungslaune. Er will das eine, was im Video versprochen wurde.

Dazu kommen zwei Effekte, die selten mitgedacht werden:

Die Liste altert. Nach ein paar Monaten stehen dort acht Einträge, von denen drei nicht mehr aktuell sind. Wer eine lange Liste sieht, sucht nicht lange.

Der wichtigste Eintrag steht selten oben. Was du gerade beworben hast, ist selten das, was ganz oben liegt, weil oben meistens das steht, was schon am längsten da ist.

Wie sich das aufsummiert, steht ausführlich in Warum der Link in der Bio dich Kunden kostet.

Die eigene Seite als zweiter Weg

Es muss kein fremder Dienst sein. Wenn du eine eigene Website hast, ist eine schlichte Unterseite darauf in fünfzehn Minuten gebaut und in fast jeder Hinsicht besser.

Was du damit gewinnst:

Die Adresse gehört dir. Wenn der fremde Dienst zumacht, teurer wird oder seine Bedingungen ändert, sind alle Verweise in deinen alten Beiträgen tot. Eine eigene Unterseite hat dieses Problem nicht.

Datenschutz wird einfacher. Ein Anbieter weniger, ein Auftragsverarbeitungsvertrag weniger, keine fremden Statistik-Werkzeuge, die du in deiner Datenschutzerklärung erklären musst.

Sie kann aussehen wie du. Deine Farben, dein Logo, deine Sprache. Kostenlose Sammlungen sehen alle gleich aus, und viele blenden Werbung für sich selbst ein.

Sie ist schnell. Eine Seite mit fünf Links und ohne fremde Skripte lädt in Millisekunden. Das ist bei Handy-Verbindungen kein Detail.

Der Aufwand ist geringer, als er klingt. Eine Seite, eine Überschrift, fünf Links, fertig. Wer keine Website hat, für den bleibt der fremde Dienst die vernünftige Wahl.

Worauf du bei der Auswahl eines Dienstes achten solltest

Falls du bei einer Sammlung bleibst, drei Punkte, die im Alltag zählen:

Wo liegen die Daten? Viele dieser Dienste sitzen außerhalb der EU und setzen Analyse- und Tracking-Werkzeuge ein. Wer datenschutzrechtlich sauber unterwegs sein will, muss das prüfen und im Zweifel in der eigenen Datenschutzerklärung erwähnen.

Wie schnell lädt die Seite? Jede Sekunde Ladezeit auf dem Handy kostet dich Leute. Eine Sammlung mit Videohintergrund und Animationen ist genau das Gegenteil von dem, wofür sie gedacht war.

Kommst du wieder raus? Wenn dein Bio-Link auf eine fremde Domain zeigt und der Dienst schließt oder teuer wird, sind alle Verweise in alten Beiträgen tot. Eine Unterseite auf der eigenen Domain hat dieses Problem nicht.

Der letzte Punkt wird meistens erst dann interessant, wenn es zu spät ist.

Was eine Linksammlung dir nie sagt

Sie zählt Klicks. Das ist alles.

Du erfährst, dass jemand auf einen Eintrag getippt hat. Du erfährst nicht, wer das war, was ihn interessiert hat, ob er Fragen hätte, und du kannst ihn nie wieder erreichen. Nach dem Klick ist die Person weg, und du hast eine Zahl.

Kommentiert jemand ein definiertes Keyword und startet damit deinen Flow, entsteht aus dem Interesse direkt eine Instagram-Konversation. Das ist besonders spannend, wenn du später unterscheiden möchtest, wer sich für welchen Guide, Kurs oder welches Produkt interessiert hat. Wie dieser Weg funktioniert, steht in Warum der Link in der Bio dich Kunden kostet.

Die Kombination, die für viele Accounts am meisten Sinn ergibt

Du musst dich nicht für genau einen Weg entscheiden. Nutze dein Profil als dauerhaftes Regal, zum Beispiel für Website, Shop, Newsletter oder Kontakt, und deine DMs für das, was gerade aus einem konkreten Content-Piece entsteht.

Dein Profil bleibt dadurch übersichtlich. Und wenn jemand unter einem Reel “GUIDE”, “KURS” oder “SHOP” kommentiert, bekommt er genau das, wonach er gerade gefragt hat.

Sag den Leuten, warum sie klicken sollen

Über die Sammlung wird viel geredet, über die zwei Zeilen darüber fast nie. Dabei entscheiden die, ob überhaupt jemand tippt.

Auch wenn Instagram mehrere Links ermöglicht, braucht dein Profil weiterhin einen klaren CTA. Besucher sollten innerhalb weniger Sekunden verstehen, was sie hinter deinen Links erwartet und welcher davon für sie interessant ist.

Drei Varianten, die funktionieren:

  • Konkret benennen: “0 Euro Guide: Mehr Leads über Instagram”
  • Handlung ansagen: “Kennenlerncall buchen”
  • Aktuelles hervorheben: “Neu: Kursstart im September”

Vermeide möglichst austauschbare Beschriftungen wie “Mehr Infos” oder “Alle Links”. Je konkreter jemand weiß, was ihn nach dem Klick erwartet, desto leichter kann er entscheiden, ob das für ihn relevant ist.

Und noch etwas. Der Link muss nicht der einzige Grund sein, warum jemand deine Bio liest. Wenn oben in drei Zeilen klar wird, was du machst und für wen, ist die Chance deutlich höher, dass jemand überhaupt bis zur Linkzeile kommt.

So räumst du eine gewachsene Sammlung auf

Die meisten Sammlungen sind über Monate gewachsen und haben deshalb dasselbe Problem: zu viele Einträge, keine Reihenfolge, die Hälfte veraltet.

Vier Schritte, die zusammen zwanzig Minuten dauern:

Entferne abgelaufene Aktionen, alte Launches und Links, die aktuell keinen Zweck mehr erfüllen. Das Alter allein ist dabei weniger wichtig als die Frage: Hilft dieser Link meinen Besuchern heute noch weiter?

Reduziere die Seite auf die Links, die aktuell wirklich relevant sind. Eine kurze, priorisierte Auswahl ist leichter zu erfassen als eine über Jahre gewachsene Sammlung mit zehn verschiedenen Zielen. Wer nach dem Aufräumen bei fünf oder weniger landet, braucht die Sammlung ohnehin nicht mehr und kommt mit den nativen Links aus.

Das Wichtigste nach oben. Das Ziel, das für dein Business aktuell die höchste Priorität hat, sollte auch am prominentesten sichtbar sein. Wenn du gerade einen Kurs launchst, sollte nicht dein Podcast von vor drei Jahren den ersten Platz bekommen.

Die Beschriftungen prüfen. “Mehr Infos” sagt niemandem etwas. “Kostenloser Guide: Instagram in 30 Minuten pro Tag” schon. Die Beschriftung entscheidet mit darüber, ob jemand tippt.

Danach lohnt sich ein Termin im Kalender, alle drei Monate, für genau diese Aufräumrunde. Sonst steht in einem halben Jahr wieder alles drin.

Häufige Fragen dazu

Kann ich beides parallel nutzen? Ja, und genau das ist für viele Accounts sinnvoll. Dauerhafte Ziele können über die nativen Links in deinem Profil oder über eine Linksammlung laufen. Konkrete Angebote aus einzelnen Reels oder Posts kannst du dagegen direkt über Kommentare und DMs ausspielen.

Wie viele Links erlaubt Instagram im Profil? Bis zu fünf. Angelegt werden sie unter “Profil bearbeiten” und dort unter “Links”. In der Bio sichtbar ist nur der erste, die übrigen vier erreicht man über “Weitere Links”.

Schadet ein Link auf eine fremde Seite meiner Reichweite? Nein, es gibt keinen Beleg dafür, dass Instagram bestimmte Domains benachteiligt. Was schadet, ist der Aufmerksamkeitsverlust auf dem Weg dorthin, und der entsteht unabhängig vom Ziel.

Brauche ich eine Datenschutzerklärung für meine Linksammlung? Welche Datenschutzinformationen du für eine Link-Seite brauchst, hängt von deinem konkreten Setup, den eingebundenen Diensten und der Datenverarbeitung ab. Prüfe deshalb insbesondere Tracking-, Analyse- und externe Anbieter und lass dein konkretes Setup bei Bedarf rechtlich prüfen.

Was ist besser für den Verkauf? Das hängt vom Ziel ab. Wenn jemand sich erst einen Überblick über mehrere Angebote verschaffen soll, kann eine Übersichtsseite sinnvoll sein. Bewirbst du dagegen genau ein Produkt, einen Guide oder einen Kurs, ist ein möglichst direkter Weg meist verständlicher.

Welche Lösung solltest du jetzt nehmen?

Du brauchst nicht die eine perfekte Link-Lösung. Du brauchst für jedes Ziel den passenden Weg.

  • Für wenige dauerhafte Ziele: Nutze die Links direkt in deinem Instagram-Profil.
  • Für viele unterschiedliche Inhalte: Eine Link-in-Bio-Seite oder eigene Übersichtsseite kann sinnvoll sein.
  • Für einen konkreten Guide, Kurs oder Produktlink aus einem Reel: Mach den Weg so direkt wie möglich.

Genau hier können Kommentar-zu-DM-Flows spannend werden: Die Person kommentiert, weil sie gerade Interesse hat, und bekommt genau das gewünschte Angebot direkt in ihre DMs.