Pro Kontakt oder pro Nachricht: was Automatisierung kostet
Kurz beantwortet
Bei uns ist der Einstieg kostenlos, die größte selbst buchbare Stufe liegt unter fünfzig Euro im Monat. Entscheidend ist aber nicht der Einstiegspreis, sondern woran die Staffelung hängt: Wer nach Kontakten abrechnet, stellt einen Bestand in Rechnung, der nur wächst. Wer nach automatisch versendeten Nachrichten abrechnet, stellt die tatsächliche Nutzung in Rechnung.
Zwei Modelle, die sich sehr unterschiedlich entwickeln
Wenn du nur die Größenordnung suchst: Der Einstieg ist bei uns kostenlos, und auch die größte Stufe, die du selbst buchen kannst, liegt unter fünfzig Euro im Monat. Die genauen Beträge stehen auf der Preisseite. Der Rest dieses Beitrags erklärt, warum diese Zahl allein wenig aussagt, und woran du erkennst, was ein Werkzeug dich in einem Jahr wirklich kostet.
Werkzeuge für Instagram-Automatisierung rechnen im Wesentlichen auf zwei Arten ab. Die eine staffelt nach Kontakten: danach, wie viele Leute insgesamt schon mal mit deinem Konto interagiert haben. Die andere staffelt nach automatisch verschickten Nachrichten: danach, wie viel tatsächlich passiert.
Am Anfang ist der Unterschied unsichtbar. Wer zweihundert Kontakte und zweihundert Nachrichten im Monat hat, zahlt in beiden Modellen ungefähr dasselbe. Der Unterschied zeigt sich erst mit der Zeit, und zwar aus einem einfachen Grund: Die eine Zahl kann sinken, die andere nicht.
Ein Kontaktbestand kennt nur eine Richtung
Nachrichten sind eine Fließgröße. In einem ruhigen Monat verschickst du wenige, nach einem Beitrag, der gut läuft, viele. Die Zahl atmet mit dem, was du tust.
Kontakte sind ein Bestand. Jeder Mensch, der einmal kommentiert oder geschrieben hat, bleibt in der Liste. Wer vor acht Monaten unter einem Reel ein Keyword hinterlassen hat, zählt heute noch mit. Du kannst aufhören zu posten, in den Urlaub fahren, ein halbes Jahr nichts automatisieren: Die Liste bleibt, und mit ihr die Rechnung.
Das ist nicht grundsätzlich unfair. Ein Anbieter, der Kontakte speichert, hat auch Aufwand damit. Nur misst diese Zahl eben nicht, wie viel dir das Werkzeug gerade nützt. Sie misst, wie erfolgreich du in der Vergangenheit warst.
Der Erfolg von gestern wird zur Rechnung von morgen
Der Effekt trifft ausgerechnet die, bei denen es läuft. Ein Reel mit guter Reichweite bringt an einem Tag mehrere hundert neue Kontakte.
Im Nachrichten-Modell zahlst du für die Nachrichten, die dabei rausgingen, einmalig. Im Kontakt-Modell zahlst du für diese Leute ab jetzt jeden Monat, egal ob je wieder eine Nachricht an sie rausgeht.
Rechne es einmal für ein Jahr durch: Vier gut gelaufene Beiträge, je 500 neue Kontakte. Das sind 2.000 Kontakte, die deine Rechnung dauerhaft bestimmen, obwohl der Aufwand an vier einzelnen Tagen entstanden ist. Im Nachrichten-Modell wären das vier Ausschläge nach oben und danach wieder Normalbetrieb.
Weil das schleichend passiert, merkt man es meistens erst beim Sprung in die nächste Preisstufe. Und der kommt nicht, weil du mehr machst, sondern weil du früher mal was richtig gemacht hast.
Wenn die Nachricht kostet, wird die Nachricht besser
Ein Nebeneffekt, der leicht übersehen wird: Das Preismodell verändert, wie du arbeitest.
Wer nach Kontakten zahlt, sammelt. Möglichst viele Leute in die Liste, dann irgendwann irgendwas damit machen. Die Liste selbst fühlt sich wie der Wert an.
Wer nach Nachrichten zahlt, überlegt vorher. Jede Nachricht hat einen Preis, also bekommt jede eine Aufgabe. Drei gezielte Nachrichten an die richtigen Leute schlagen dreißig an alle, und sie kosten auch ein Zehntel.
Ab dem Super-Tarif hängt Twynko Merkmale an den Kontakt, während er durch den Ablauf läuft: welches Keyword er genannt hat, worauf er geantwortet hat, was er angetippt hat. Damit lässt sich ein zweiter Ablauf starten, der nur die anspricht, bei denen es passt. Das ist kein Vorteil des Preismodells, sondern eine Arbeitsweise. Aber es ist die Arbeitsweise, die dazu passt.
Was du brauchst, ehrlich gerechnet
Ein Punkt, der beim Vergleichen fast immer untergeht: Die meisten überschätzen ihren Bedarf an Nachrichten deutlich.
Die Rechnung für dein Konto
Rechne es einmal für dich durch. Wie viele Beiträge machst du im Monat, bei denen wirklich etwas zu verteilen ist? Vier? Acht? Und wie viele Leute kommentieren dabei dein Wort? Zwanzig, fünfzig, bei einem guten Beitrag zweihundert?
Selbst in der optimistischen Variante, acht Beiträge mit je hundert Reaktionen, landest du bei achthundert Nachrichten im Monat. Dazu vielleicht noch mal die Hälfte für Nachfassen und Story-Antworten. Das ist weit unter dem, wofür die meisten Tarife gemacht sind.
Was zuerst drückt, ist die Zahl der Flows
Der eigentliche Grund, warum Leute den Tarif wechseln, ist deshalb selten das Nachrichtenkontingent. Es ist die Zahl der Flows, die man parallel laufen lassen will: einer für den Guide, einer für die Warteliste, einer für die Standardfragen. Achte beim Vergleichen also darauf, ab wann das Werkzeug mehr als einen Ablauf erlaubt. Das ist meistens die Grenze, die dich zuerst einholt.
Führ die Rechnung zu Ende, sonst bringt sie nichts. Die 1.200 Nachrichten aus dem Beispiel liegen bei uns über dem kostenlosen Tarif (500 im Monat) und unter dem nächsten (2.500). Der kostenlose reicht also zum Ausprobieren und für ein ruhiges Konto, aber nicht für jemanden, bei dem regelmäßig etwas läuft. Und wieder ist es nicht die Nachrichtenzahl, die zuerst drückt: Der kostenlose Tarif erlaubt einen Flow, ab dem nächsten sind es beliebig viele. Wer den Guide und die Standardfragen gleichzeitig laufen lassen will, wechselt deswegen, nicht wegen des Kontingents.
Ein Punkt, den du dabei kennen solltest, weil er im Beispiel oben mitschwingt: Das gezielte Anschreiben über Merkmale, von dem dieser Text lebt, ist bei uns erst ab der dritten Stufe freigeschaltet. Darunter kannst du automatisch antworten, aber nicht nach Interessen sortieren.
Was passiert, wenn das Kontingent leer ist
Die Frage entscheidet mit, wie teuer ein Werkzeug wirklich wird, und sie wird fast nie vor dem Kauf gestellt. Es gibt zwei Sorten Antwort. Entweder läuft weiter und wird nachberechnet, dann kann eine gute Woche eine unangenehme Rechnung machen. Oder es hört auf, dann musst du wissen, was genau aufhört.
Bei uns hört es auf, und zwar so:
- Bei 50 und 75 Prozent kommt eine Hinweis-Mail, damit das Monatsende niemanden überrascht.
- Bei 100 Prozent starten keine neuen Durchläufe mehr. Angefangene Unterhaltungen werden zu Ende geführt, damit niemand mitten im Gespräch stehen bleibt.
- Von Hand antworten geht immer. Was du selbst tippst, zählt nicht gegen das Kontingent, das macht ja nicht das Werkzeug.
- Am Ersten des Monats springt der Zähler auf null. Nicht verbrauchte Nachrichten werden nicht mitgenommen, ein Upgrade wirkt sofort.
Nachberechnet wird nichts. Du kannst also nicht in eine Rechnung laufen, die du nicht bestellt hast, und im schlimmsten Fall stehen ein paar Leute ohne automatische Antwort da, die du selbst anschreiben kannst.
Was das für die Rechnung heißt
Kontakte werden hier nicht gezählt. In keinem Tarif, auch nicht im kostenlosen. Gestaffelt wird ausschließlich über automatisch verschickte DMs. Was du selbst von Hand im Posteingang schreibst, zählt sowieso nicht mit, denn das macht ja nicht das Werkzeug.
Der Grund ist kein Wohltätigkeitsprogramm, sondern Logik: Abgerechnet wird, was tatsächlich passiert. Deine Reichweite ist deine Leistung. Sie soll deinen Preis nicht erhöhen.
Die genauen Beträge stehen auf der Preisseite, nicht hier. Preise ändern sich, ein Ratgeber-Beitrag altert, und eine Zahl in einem Artikel, die von der Preisseite abweicht, ist ärgerlicher als gar keine Zahl.
Die Posten, die neben dem Tarifpreis stehen
Der Betrag auf der Preisseite ist selten der ganze Betrag. Drei Stellen lohnen den Blick, bei uns wie überall.
Monatlich oder jährlich
Fast jeder Anbieter belohnt die Jahreszahlung, bei uns mit 20 Prozent. Das ist echtes Geld, aber es ist auch eine Wette darauf, dass du das Werkzeug in zehn Monaten noch benutzt. Wer gerade anfängt, zahlt besser monatlich und wechselt, wenn klar ist, dass es läuft.
Netto oder brutto
Der Unterschied macht bis zu 19 Prozent aus und wird gern übersehen. Wer vorsteuerabzugsberechtigt ist, rechnet mit dem Nettobetrag. Für alle anderen, und dazu gehören viele, die gerade erst anfangen, ist der Bruttobetrag der echte Preis. Aus zehn Euro netto werden dann 11,90. Hier stehen deshalb Bruttopreise, mit dem Nettobetrag klein darunter. Wenn woanders auffällig runde Zahlen stehen, lohnt der Blick ins Kleingedruckte, ob die Steuer noch dazukommt.
Der Hinweis im kostenlosen Tarif
Der dritte Posten ist keiner im Geldsinn, gehört aber in dieselbe Rechnung: Im kostenlosen Tarif trägt jede automatisch versendete DM einen kleinen Hinweis auf Twynko. Ab der nächsten Stufe ist er weg. Das ist der Preis des Gratis-Tarifs, nur zahlst du ihn nicht in Euro, sondern in deiner Außenwirkung.
Wie du wieder rauskommst
Der Ausstieg gehört in dieselbe Rechnung wie der Einstieg. Bei uns läuft die Abrechnung über einen Zahlungsdienstleister, und dort kündigst du auch: selbst, im Kundenportal, ohne Mail und ohne Anruf, ohne dass jemand nach einem Grund fragt. Jederzeit kündbar, und es läuft bis zum Ende des bezahlten Zeitraums: wer im Monatsabo kündigt, nutzt den angefangenen Monat zu Ende, wer jährlich gezahlt hat, das Jahr. Anteilig erstattet wird nichts, dafür verlängert sich auch nichts.
Genau den Punkt solltest du bei jedem Anbieter nachlesen, denn die zweite Variante gibt es auch: Kündigung nur per Formular oder Support-Ticket. Das ist dann eine Entscheidung, keine Panne.
Worauf du beim Vergleichen achten solltest
Eine Übersicht mit den Preisen anderer Anbieter findest du hier nicht. So eine Tabelle sieht sachlich aus und ist trotzdem geraten, sobald sie ein paar Monate alt ist: Preise ändern sich, Tarife werden umgebaut, Kontingente verschoben. Was länger hält, sind vier Fragen, die du selbst auf jede Preisseite anwenden kannst, auch dann noch, wenn sich die Zahlen geändert haben.
- Woran hängt die Staffelung? An Kontakten, an Nachrichten, an Flows, an Teamplätzen? Nur die erste Zahl wächst von allein.
- Was passiert mit alten Kontakten? Lassen sie sich entfernen, ohne dass die Historie weg ist, und sinkt die Rechnung danach auch wirklich?
- Steht im höchsten Tarif eine echte Zahl? Oder nur “Fair Use”, was übersetzt heißt: Wir sagen dir später, wo die Grenze war.
- Was kostet der Sprung in die nächste Stufe? Nicht der Einstieg entscheidet, sondern die Stelle, an der es für dich gerade anfängt zu laufen.
Die dritte Frage ist die aufschlussreichste. An einer Fair-Use-Klausel erkennst du, was du nach dem Kauf noch erfahren wirst.